Rumpel und Stilzchen

​Es war ein Abend, wo wir mit guter Laune auf der Terrasse saßen und gemütlich ein Glas Wein tranken oder Saft. Je nach Altersklasse. Ich erinnere mich noch genau, als wäre es gestern gewesen, aber auch erinnere ich mich an jene Zeit, wo ich es für besser empfunden hatte, wenn Hunde lieber einen halben Kilometer von mir entfernt waren. Katzen berührten mich nicht sonderlich. Ich mochte sie, konnte mir aber nie vorstellen, Tiere zu halten. Wünschte ihnen aber auch nichts böses. Dort waren die Tiere, da war ich - oder umgekehrt. Bis zu dem Tag, an dem wir auf der Terrasse mit mittlerweile vier Hunden saßen und in guter Laune gemeinsam Zeit verbrachten. Trotz lauter Musik nahm ich plötzlich Schreie im Garten selbst war. Sie liesen mir keine Ruhe. Ich sprang auf und folgte dem Schrei und die beiden Mädls fragten sich, ob ich wohl zu tief ins Glas geschaut hatte. Als ich plötzlich unter dem geparkten Auto verschwand, bestätigten sie ihren Verdacht, ich hätte zu tief ins Glas geschaut, aber als ich plötzlich zwei abgemagerte Kätzchen hervorholte, kamen von der Terrasse Schreie. Wir umsorgten sie, mussten sie waschen, gaben ihnen Futter, was wir fanden und am nächsten Tag ging es erst einmal zum Tierarzt. Ich wusste nicht, was ich nun mit den Kätzchen machen sollte, aber es brauchte keine Minute, meine damalige Einstellung zu verändern. Sie waren sehr zutraulich, hatten sich alles gefallen lassen und bekamen ohne dass es mir bewusst war, sofort einen Platz in meinem Herzen. Mittlerweile sind sie wohlgenährte junge Prinzen und kennen mich schon recht gut, um zu wissen, wie sie mich um den kleinen Finger oder besser geschrieben um ihre kleine Pfote wickeln. Man soll ja tatsächlich niemals nie sagen. :)

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Sonntag, 20. August 2017
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