Pekinese

Die Herkunft dieses kleinen Luxushundes mit dem prächtigen Haarkleid, der platten Nase und der wunderlichen, sowohl würdevollen als auch nachlässigen und sogar etwas hochmütigen Haltung ist in das mystische Dunkel der Legenden getaucht. Eine Legende über seine Entstehung besagt: Eines Tages verliebte sich ein Löwe in ein Affenweibchen. Wie es die guten Sitten erforderten, bat er den Gott Hai Ho um die Erlaubnis, seine Angebetete zu heiraten. Hai Ho war einverstanden, der Löwe sollte aber seine Größe und Kraft seiner Liebe opfern; und so entstand der Pekinese, das Löwenhündchen. 
Eine andere Legende zufolge verwandelte einst ein Zauberer eine chinesische Prinzessin in eine Lotusblüte und einen Prinzen in ein Eichhörnchen. Buddha vereinte die so Ungleichen, und aus ihrer Liebe entstand der Pekinese. Es gibt auch eine Legende über die Intelligenz dieses Tieres: In Chroniken aus dem 7. Jahrhundert wird erwähnt, dieser Hund sei in der Lage, ein Pferd zu lenken, wenn er auf einem Kissen vorn auf dem Sattel sitze. 

Als Symbol des Löwen, der Buddha beschützt, hat der Pekinese von jeher ein ungewöhnliches Leben geführt. Viele Jahrhunderte lang besaß nur der chinesische Kaiserhof Tiere dieser Rasse. Innerhalb der Mauern der Verbotenen Stadt wurden die Pekinesen umhegt und verehrt, jedoch beim Tod ihres Besitzers geopfert, damit sie im Jenseits ihren Herrn beschützen konnten. Die Tiere wurden so sehr verehrt, dass sich jeder vor ihnen verbeugte und auf Diebstahl und Ausfuhr eines Hundes die Todesstrafe stand. 

Unzählige künstlerische Darstellungen zeugen von dieser Verehrung. Traditionsgemäß gab es auch in jeder Familie eine Darstellung der Pekinesen auf Seide, denn die Tiere sollten nicht in Vergessenheit geraten. Besonders bekannt sind die wunderschönen Seidengemälde von Nan-Ping vom Ende des 18. Jahrhunderts. Zwischen 1820 und 1860 erlebte der Pekinese in China seine Blütezeit. 1860 brachten englische Militärs die ersten Exemplare nach Europa, die sie nach der Besetzung Pekings im verwüsteten kaiserlichen Palast gefunden hatten. Die kaiserlichen Hunde sollten unter keinen Umständen in gottlose Hände fallen und waren deshalb bis auf wenige Ausnahmen, die gerade noch diesem Schicksal entgingen, hingerichtet worden. 
Die wenigen, die überlebt hatten, wurden unter anderem Königin Victoria und den Herzoginnen von Richmond und Gordon geschenkt, die mit ihnen ihre berühmte Zucht begründeten. Ab diesem Zeitpunkt gab es in China immer weniger echte Vertreter dieses Hunderasse, denn nun konnten viele einen Pekinesen halten, so dass Kreuzungen mit anderen Rassen nicht ausblieben. 

Aus seiner prunkvollen Vergangenheit hat sich dieser verwöhnte Hund die besondere Vorliebe für Seidenkissen und seine Abneigung gegen lange Spaziergänge bewahrt. Er ist ein guter Wachhund, der bei der geringsten Störung anschlägt und keineswegs zögert, auch Tiere anzugreifen, die größer sind als er selbst. Gegenüber Fremden ist der Pekinese zurückhaltend, dafür aber um so anhänglicher und liebevoller zu seinem Besitzer. 

Größe: 15-25 cm 
Gewicht: 1,5-6 kg 

Zur Geschichte 

Dass der Pekinese aus der Liebe eines Löwen zu einem Affenweibchen entstanden sei, ist ein schmückendes Beiwerk zu Geschichte. Sicher ist auf jeden Fall, dass er aus China stammt und zu den ältesten Hunderassen der Welt gehört. Die Tiere waren in ganz China verbreitet, wurden jahrhundertelang aber fast ausschließlich am Kaiserhof gezüchtet und behütet, weshalb sie auch Peking-Palasthunde genannt werden. 
Alle derzeit in Europa oder den USA existierenden Exemplare gehen aus Nachkommen der bei der Plünderung des kaiserlichen Palastes gefangenen Pekinesen zurück, wodurch eine 100%ige Rassegarantie gegeben werden kann. Seitdem sind die Züchter durch rigoroses Auslesen bemüht, die Rasse auch weiterhin rein zu halten. Der Pekinese gehört zu den 20 beliebtesten Hunderassen Großbritanniens. 

Körperform Eigenarten des Pekinesen 
Seine Brust ist mächtig, breit und der Körper muss sich nach hinten löwenartig verjüngen. Die Beine sind kurz, starkknochig, an den Ellbogen ausgebogen. Wenn er geht, vollführen die krummen Beine ein Art Ruderbewegung, so dass der Gang rollend wirkt. 

Hier ein Video von Youtube:

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