Meine subjektive Meinung vom Geschäft mit Straßenhunden und Straßenkatzen

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Intensiv habe ich darüber nachgedacht, ob ich darüber schreiben soll, oder es doch lieber belassen sollte. Aber ich schreibe jetzt darüber.

Straßenhunde: es gibt Leid, das möchte ich durch mein Schreiben nicht widerlegen.

Noch habe ich hier nicht viel gesehen. Einige Straßenhunde, wohlgenährt und gesund. Und glücklich. Es gibt hier Unterschiede in den Dörfern. Üblicherweise, also in unserem Dorf, gibt es Hunde, die jemandem gehören und es gibt Hunde, die dem ganzen Dorf gehören. Es gibt Menschen, denen ich die Hunde am liebsten weg nehmen würde und es gibt Menschen, denen ich meine Hunde anvertrauen würde.

Ich gehe zunächst einmal auf meine Bedenken, was Adoptionen anbelangt, die Hunde aus dem Ausland betreffen, ein:

Hunde

Einmal hatte ich ein Gespräch mit einer Dame. Die Armut hier ist etwas höher als in Österreich/Deutschland usw. Sie fragte mich, warum Muppy kastriert ist. Es wäre eine so schöne Hündin und ich könnte mit ihr viel Geld im Ausland verdienen. Meine Antwort: "Ich mache keine Geschäfte mit Lebewesen!" lies sie verstummen. Ich dachte sehr lange darüber nach und man muss ihre Situation auch verstehen. Es ging ihr bestimmt nicht nur um ein Geschäft, es ist auch eine andere Sichtweise dabei. Sie ist auch nicht schlecht zu Tieren. Hier gibt es viele Kettenhunde, die es schlechter haben als Straßenhunde. Im Sommer in der prallenden Sonne, oftmals kein Wasser und die Kette gerade einmal ein Meter lang.

Die Gefahr, die ich bei Vermittlungen von Straßenhunden befürchte, ist, dass es oft gar nicht mehr um die Hunde geht, sondern um das Geld. Im Großen und Ganzen sehe ich hier eher glückliche Straßenhunde. Ich möchte aber auch erwähnen, dass es natürlich Ausnahmen gibt! Verletzte Tiere, ausgesetzte Tiere, jene, die auf der Straße schlechte Überlebenschancen haben.

Eine weitere Gefahr, die ich befürchte, aber natürlich nicht bei allen Hunden, wie ich erwähnte, ist, dass die Tiere hier anders leben. Sie kennen kein Sitz, Platz, leben freier, wissen sehr wohl, auf was sie achten müssen, lernen auf der Straße natürlich sehr viel, wen sie scheuen, auf wen sie zugehen und vieles mehr. Irgendwie gefällt mir diese Sichtweise ... wenn ich Hunde auf dem Feld spielen sehe, schon. Leinenpflicht ist eher in der Stadt, verständlich. Wobei es irgendwie auch wiederum verrückt ist, da Straßenhunde keine Leinen haben. 

Eine Arbeit von einem Verein interessiert mich hier sehr. In Varna werden Hunde mit Ohrmarken versehen, die kastriert wurden und/oder ärztlich behandelt wurden. Diese werden auch wieder auf die Straße gesetzt. Somit kommen sie in ihr gewohntes Umfeld zurück. Es gibt auch viele Menschen hier, die die Tiere füttern. Ich kenne einige, die in ihrem Auto immer Hundefutter mit dabei haben. Vom Tierschutz her dürfte sich in Varna auch einiges bewegen. Auch gesetzlich hatten engagierte Tierschützer einiges bewegen können. Was natürlich nicht das Leid von Tieren hier entschuldigt, aber man merkt schon Verbesserungen.

Kastrationen finde ich hier sehr notwendig. Auch wenn ich darüber einmal skeptisch war. Passieren muss auf jeden Fall etwas. Und ich denke, es geschieht etwas. Was aber Adoptionen betrifft, ich kann nicht dagegen sprechen, aber irgendwie auch nicht dafür. Vielleicht eher mit Vorsicht, da es wie oben schon erwähnt, auch etwas auslösen kann, was vielleicht nicht in dem Sinne zielfördernd wäre: ein Geschäftsbereich.

Katzen

Eine Freundin hier, die Katzenliebhaberin ist, hatte einmal bemerkt, dass es eher mehr Probleme bei Katzen gibt. Man findet sie oft auf Müllcontainern. Und sie hat Recht. Es gibt sehr viele. Vereinsmässig weiß ich nicht, was sich hier tut, ich weiß von Vereinen, die generell Tiere aufnehmen, auch größere Tiere, die misshandelt wurden und auch Katzen. Also kann ich hier noch nicht viel über meine subjektive Sichtweise schreiben/berichten. Eher nur, dass es wirklich sehr viele gibt. Kastrationen - so vermute ich einmal - sind bei Katzen auch weniger hier vorgesehen, als bei Hunden. Wir hätten schon selbst einige Ideen gehabt, aber ich gestehe, auch wenn es hier günstig ist, hat man viele Tiere, kostet es auch. Der Vorteil der Katzen gegenüber den Hunden ist bestimmt, dass sie nicht an Ketten gehängt werden. Aber Gefahren sind beide ausgesetzt: erschlagen oder auf andere Art und Weise getötet zu werden, wenn sie "stören".

Ich will mit meinem Schreiben keinesfalls auf die Tränendrüse drücken, sondern wirklich versuchen, wie ich es hier erlebe und sehe. Zum einen Teil sehe ich schon auch Leid, auch sehe ich das Engagement einiger Vereine von "außen" und natürlich wiederum glückliche Straßenhunde oder Straßenkatzen. Meine Bedenken gelten eher der Adoption ins Ausland, wobei ich mich aber natürlich von dem distanzieren möchte, die es vielleicht im Ausland wirklich besser hätten. Das ist alles irgendwie so eine schwer abwägende Situation.

Ich gebe meinen Text einmal an Euch weiter ...

liebe Grüße

www.codita.eu

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Dobermann
Deutscher Pinscher
 

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Mittwoch, 23. August 2017
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