Kastration bei Rüden

Bildquelle: Werbeaffe.at

Heute widme ich mich einem heiklen Thema: der Kastration. Dieses Thema ist, wie mir bekannt, ziemlich umstritten, aber dennoch finde ich, notwendig, ein bisschen davon zu erfahren.

Zuallererst sind einmal die Kosten einer Kastration zu bedenken. Diese variieren ziemlich stark, vermutlich kommt es auf das Bundesland (oder Land natürlich generell) sowie welche ART der Kastration durchgeführt wird an. 

Das Ergebnis meiner Recherche: Zwischen 130,-- Euro bis 200,-- Euro in Österreich.
Wobei bei einer Kastration unter Eingriff von Silikonprothesen ab 600,-- Euro zu rechnen ist.

Vor- und Nachteile einer Kastration

Durch die Kastration wird jenes Verhalten geändert, das mit den Geschlechtshormonen in Verbindung steht. Das heißt,  der Rüde kann nicht mehr befruchten und durch das fehlende Hormon Androgen das Dominanzverhalten gegenüber anderen Hunden oder übermässiges markieren eventuell verringern lässt, vorausgesetzt, dass sich dieses Verhalten noch nicht manifestiert hat.

Empfohlen wird Kastration vor allem bei Kryptorchisten (Ausbleiben des Hodenabstiegs aus der Bauchhhöhle - einseitig oder beidseitig) und bei Monorchisten (ein nicht angelegter Hoden oder durch eine Hodendrehung - "Torsion" - zwar vorhanden, aber nicht voll entwickelt)

Durch die Kastration ändert sich der natürliche Hormonhaushalt des Hundes. Es kann sich der Stoffwechsel verändern, er kann träge werden und schneller ermüden. Möglicherweise kann bei kastrierten Hunden auch die Tendenz zum geringen Übergewicht steigern.

Vor der ersten Läufigkeit sollte NICHT kastriert werden! Der Hund ist weder körperlich noch geistig voll ausgereift und der Hund kann kleiner bleiben oder "das kindliche Verhalten" in gewisser Form beibehalten. Und auch hier gibt es einen Fachbegriff dafür: Neotenie (Kindbleibung).

Auch ein Nachteil der Kastration bei Rüden ist das Krebsrisiko, das angeblich bei kastrierten Rüden doppelt so häufig auftritt als bei nicht kastrierten Rüden. Wobei es eventuell auch mit dem Zeitpunkt der Kastration zusammen hängt. Zu frühe Kastration kann auch zu einem größeren Risiko eines Kreuzbandrisses führen. 

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Es gibt die chirugische Art der Kastration und die medikamentöse Art der Kastration.

Medikamentöse Art:

Ähnlich wie beim Mikrochip wird in der Nackenhaut ein Implantat mit dem Wirkstoff "Deslorelin" (hemmt die Bildung von Sekretation) eingesetzt.

Operative Arten:

Standard Kastration:

Durch einen kleinen Eingriff werden die beiden Hoden entfernt, der Hodensack wird geschont.

Skrotektomie:

Der Hodensack mit den Hoden wird gänzlich entfernt. 

Silikonprothesen:

Die beiden Hoden werden entfernt und durch Silikonprothesen ersetzt.

Es tauchten oftmals Fragen im Netz auf - auch bei mir, aus welchem Grund bei einem Rüden die Hoden gänzlich fehlen und bei einem anderen Rüden vorhanden sind. Diese drei Arten der Kastration gibt uns nun bestimmt ein "Aha" Erlebnis.

Natürlich suchte ich nach einem Video auf Youtube:

Ich hoffe, dieser kleine Beitrag hat euch ein bisschen weiter geholfen. 

Liebe Grüße

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