Hundedenkmäler und ihre Hintergründe

Bildquelle: Wikipedia

Delphin
Österreich - St. Veit im Mühlkreis

Delphin war der treue Gefährte von Ritter Sigmund Hager um 1612. Er rettete sein Herrchen, als dieser im Schatten seines Pferdes ein Nickerchen machte und sich feindliche Ritter näherten. Da Sigmund Hager durch Delphins Gebelle nicht wach wurde, biss er ihn kurzerhand ins Ohr. So konnte der Ritter einer Gefangenschaft entkommen. Als Dank lies er für Delphin einen Grabstein errichten, der bei späteren Umbauten in die Gemäuer eingebaut wurde. 

Maltschik
Russland - Moskau

Maltschik (zu deutsch "Junge") wurde als kleiner Welpe einer U-Bahn Stationsvorsteherin im Jahre 1996 geschenkt. Er war ein Mischlingsrüde, der auf den Straßen lebte. In der U-Bahn wurde der ruhige, brave Hund sehr bekannt und beliebt. Sein Tod erfolgte eines Tages, als eine Dame mit ihrem Bullterrier neben ihn vorbei ging und Maltschik ihren Hund anbellte. Anstatt weiter zu gehen, so schilderten viele Augenzeugen, blieb die Dame stehen, lies ihren Hund von der Leine und es folgte ein Kampf. Währenddessen zückte sie ein Messer aus ihrem Rucksack und stach auf Maltschik mehrmals ein. Ein Passant, der den Vorfall auch mit angesehen hatte, wollte behilflich sein, aber da wurde auch er mit dem Messer bedroht. Maltschik erlag seinen Wunden und man lies ein Denkmal für ihn in der U-Bahn errichten. 

Greyfriars Bobby
Schottland - Edinburgh

der Skye Terrier wurde durch außerordentliche Treue zu seinem Herrchen bekannt. Nach dem Tod seines Herrchens lebte Greyfriars Bobby 14 Jahre lang am Grab seines Herrchens. Nur zur Mittagszeit verlies er die Grabstätte, um im nahegelegenen Cafe Mahlzeiten einzunehmen. Um diese Uhrzeit tummelten sich mit der Zeit auch einige Schaulustige, um den Hund zu beobachten. Als der Skye Terrier im Alter von 16 Jahren starb, begrub man ihn heimlich - da es 1872 noch nicht üblich war, Tiere zu bestatten und ein Bildhauer errichtete dem treuen Gefährten ein Denkmal vor dem Friedhof unmittelbar in der Nähe des Pubs.

Balto
Nenana - Alaska

der sibirische Husky wurde weltberühmt. Der Leithund erreichte das kleine Dorf Nome in Alaska mit einem sehr wichtigen Serum, dass ein indianisches Volk dringend brauchte, da Diphterie in ihrem Stamm ausgebrochen war und es keinerlei Wege gab, das Dörfchen mit Flugzeug zu erreichen. Balto, der das Rudel anführte, kam trotz Schneestürme und schlechter Wetterbedingungen am 2. Februar 1925 in Nome an. Ihm wurde eine Statue im Central Park in New York erichtet.

Hachikō
Ōdate, Präfektur Akita - Japan

Dieser Hund ist wohl ziemlich jeden bekannt. Der Akita Hund gehörte einem Universitätsprofessor, der mit dem Zug stets zu seiner Arbeitsstätte fuhr. Sein treuer Hund holte ihn stets vom Bahnhof ab. Am 21. Mai 1925 starb der Professor bei einer Vorlesung in der Universität. Nach seinem Tod verzog die Witwe und Hachikō wurde zu Verwandte in Tokio gebracht. Er riss aber aus und lief zum Bahnhof zurück. Da er immer wieder zum Bahnhof lief, um auf sein Herrchen zu warten, übernahm der frühere Gärtner des Professors die Aufsicht von Hachikō, da dieser in der Nähe des Bahnhofs wohnte. Der Akita wurde schnell bekannt und beliebt. 10 Jahre lang wartete Hachikō auf sein Herrchen, bis er am 8. März 1935 auf der Straße gefunden wurde. Landesweit meldeten die Medien den Tod des Hundes. An dem Platz, wo Hachikō immer wartete wurde ihm zu Ehren eine Statue gebaut.

 

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