Dieser süße Hundewelpe wurde uns gebracht!

​Ich schlief an diesem Abend vor etwa drei Tagen schon etwas früher ein, als plötzlich draußen ein Auto hupte und mein Name immer wieder gerufen wurde. Schlaftrunken öffnete ich das Fenster und starrte hinaus. "Ein Notfall!" Was war ich dann wach, schlüpfte in meine Kleider und eilte mit Sack und Pack hinaus. Was war passiert? Ein Unfall? Musste jemand ins Krankenhaus? Ich wollte mir die Bilder nicht ausmalen, aber es kamen unzählige in meinen Kopf und es waren keine Minuten, bis ich draußen stand.


Nein, ich müsste nicht weg. Der Notfall war schon hier. Sie öffneten das Auto und zeigten auf eine dunkle, zusammengekauerte Gestalt unterm Rücksitz des Wagens. Ich konnte es kaum erkennen und war noch etwas irritiert. Es war ein kleiner Hund. 


"Ich habe doch schon vier Hunde", bemerkte ich erschrocken, "ich kann ihn nicht aufnehmen." "Aber er würde erschlagen werden", kam die Antwort. Diese Antwort reichte natürlich. Wir brachten ihn ins Haus. Natürlich war er sehr ängstlich und ist es auch jetzt so. Wir vermuteten, dass schon einmal Steine nach ihm geworfen waren oder er keine guten Erfahrungen machen konnte. Und dabei schätzen wir ihn gerade Mal auf acht Wochen - genau können wir das nicht sagen. Es braucht verdammt viel Zeit und viel Geduld. Mittlerweile traut er sich schon etwas von seinem Platz weg, aber jede ruckelartige Bewegung lässt ihn zurück weichen und in Angriffstellung gehen.


Egal ob bei Tier oder Mensch. Mittlerweile verlasse ich mich auf meine anderen vier Hunde, die auch Interesse an dem Kleinen haben und faszinierend mit der Sitution umgehen. Und ich habe eine Entscheidung getroffen. 

Der kleine Welpe ist sehr ängstlich

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Meine Hundeerfahrung ist nicht schlecht und auch nicht gut. Ich lebe einfach mit ihnen und sie mit mir. Wir akzeptieren uns und ich nehme an, sie fühlen sich wohl bei mir. Zumindest spüre ich das. Und da braucht man kein wirklicher Spezialist sein.


Der kleine Welpe jedoch fordert etwas Empathie. Er ist sehr schreckhaft und lässt kein Tier und kein Mensch an sich heran. Selbst nach drei Tagen sitzt er immer noch in seine Ecke und kommt schön langsam nur zögernd hervor. Auch meine Hand kann ich mittlerweile näher zu ihm hinlegen. Aber langsam und sehr vorsichtig. 

Was kann so ein süßes Tier in einem Menschen auslösen, dass man es erschlägt? Wobei, muss es süß sein, um Herzen zu erwärmen? Wir müssen nicht alle Vegetarier oder Veganer werden, um etwas Mitgefühl zu entwickeln. Auch die einseitige Ernährung hat leider ihre Schattenseiten. Vielleicht wird kein Tier vernichtet, aber ein Menschenleben. Denn es gibt in fast jedem Produkt entweder Tier- oder Menschenleid oder Vernichtung des Regenwaldes. Das sollte berücksichtigt werden. Vermutlich wäre die absolute Selbstversorgung die beste Entscheidung. Und das ist heutzutage am Schwersten. 


Ich schweife vom Thema ab. Der kleine Racker: nicht nur ihm geht es gerade schlecht in seiner Situation. Ich fällte die Entscheidung, ihn in unser Rudel aufzunehmen, auch nicht sofort. Dann saßen wir beide da. Er schreckhaft, weil er sich vor uns fürchtet, ich schreckhaft, weil ich ein Maul mehr ernähren muss. Und nicht nur das, Tierarztkosten, Zeckenschutz, Kastrtation, Entwurmung und was halt auf einen Hundebesitzer so alles zukommt. Das ist nun mal so, aber ich stelle mich der Sitution. Und er wird es mir tausendfach zurück geben. So wie die anderen hier. Also: Herzlich willkommen, kleiner Rüde! Namen werden auf Facebook derzeit gesucht. 

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Ein Gasthund hält uns auf Trab
Mein Hund Balu liebt Ballspiele :)
 

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Sonntag, 25. Juni 2017
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