Berühmte Hunde: Just Nuisance, die Dogge im Zug

​Geboren wurde Just Nuisance - eine deutsche Dogge - am 1. April 1937 in Kapstadt. Die Hundedame ist der einzige Hund, der von der Kriegsmarine des vereinigten Königreiches aufgenommen wurde. Dies hatte ihre besonderen Gründe:

Während des zweiten Weltkrieges war die Royal Navy in Kapstadt stationiert. Nichts außergewöhnliches für Matrosen, bis sie auf die freundliche Hundelady Just Nuisance trafen. Mit Keksen und sogar Bier umworben, begann bald eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen den Matrosen und der Dogge. Sie wurde schon eine Art Maskottchen, folgte ihnen überall hin, selbst auf die Schiffe. (Aber fuhr nicht mit auf hohe See)

Weil sie auch für eine Dogge eine doch ordentliche Größe hatte und die Gänge gerne blockierte, gaben die Männer ihr den Namen "Nuisance" (englisch - zu deutsch: "Belästigung").

Sie begleitete die Männer von den Kneipengängen zu deren Kojen und wurde zur treuen Gefährtin. Allerdings brachte das Schwierigkeiten mit sich, weil die Dogge auch gerne mit dem Zug fuhr. Vor dem Kontrolleur versuchten die Matrosen die doch etwas größere Hündin zu verstecken. Es gelang nicht immer, so wurde die Hundedame bei der nächsten Station einfach raus gesetzt. Für Nuisance war es natürlich kein Problem. Sie würde einfach auf den nächsten Zug aufspringen und ihre Reise fortsetzen.

Aber es gab durchaus verärgerte Eisenbahnbeamte, die von Nuisance´s Besitzer (der gesamten Belegschaft) forderten, die Hündin unter Kontrolle zu halten oder ihr ein Ticket zu bezahlen oder sie einschläfern zu lassen. Diese Forderungen ärgerte die Matrosen, die die Hündin adoptiert hatte.

Sie schrieben an die Obersten Briefe mit der perfekten Idee: Nuisance muss in die königliche Marine eingezogen werden. Am 25. August 1939 war es dann soweit: Nuisance trat der Marine des vereinigten Königreiches bei. Da sie dafür Vor- und Nachnamen brauchte, bekam sie den Vornamen: Just und der Nachname blieb Nuisance. Die Papiere unterschrieb die Hündin mit ihrer Pfote.

Nun konnte sich Nuisance erlauben, ohne Ticket mit dem Zug zu fahren, wann immer sie wollte. Bekam ihr eigenes Bett - oder sagen wir so: sie nahm es sichs einfach. Und zwar das Bett des Offiziers. Ein paar spannende Momente waren auch dabei, da sich die Hündin oft weigerte, bei Sperrstunde die Kneipe zu verlassen... jaja, das Recht der Hunde in der Marine ... .

Am 1. Jänner 1944 musste Nuisance die Marine leider aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Durch einen Autounfall erlitt sie Thrombose, die sie langsam lähmte. Am 1. April 1944 wurde beschlossen, die Hündin von ihrem Leiden zu erlösen und sie einschläfern zu lassen. Mit allen millitärischen Ehren und auch dem Hornsignal "The last post" wurde sie in der Nähe von Red Hill zu Grabe getragen. Es wurde ein Fähnchen der Marine beigelegt und sie bekam einen Grabstein.

Eine Statue und eine Ausstellung ihrer sämtlichen Papiere und Erinnerungsstücke im Simons Town Museum sorgen dafür, dass diese wunderbare Hündin niemals vergessen wird.

Und wir lernen daraus: Wenn du jemanden kennst, der bei der Eisenbahn arbeitet, dann zeig ihm entweder diesen Artikel oder sag ihm: leg dich nie mit einem Hund an ... 

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